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Häufige Fragen

FAQ

50 Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Tarock Königrufen – von Regeln über Strategie bis zu Online-Spiel und Mitspieler-Suche.

Themenbereiche

1. Regeln & Ablauf

Wie funktioniert Königrufen grundsätzlich?

Königrufen wird zu viert mit 54 Tarock-Karten gespielt. Jeder bekommt 12 Karten, 6 liegen im Talon. Nach dem Geben folgt die Lizitation, in der ein Spielstil ausgewählt wird (Rufer, Dreier, Solo etc.). Anschließend wird in 12 Stichen gespielt.

Es gilt Farb- und Tarockzwang. Spielziel ist meist 35 Punkte und 2 Blatt – dazu kommen mögliche Prämien wie Vögel, König Ultimo, Trull oder Valat.

→ Mehr im Kapitel Spielablauf.

Was ist das Spielziel bei Königrufen (35 Punkte und 2 Blatt)?

Bei den meisten Spielen muss die Spielpartei 35 Punkte und 2 Blatt in den Stichen erreichen. Das Spiel hat insgesamt 70 Punkte. Gezählt wird in Dreierlagen mit 2-Punkte-Abzug.

„Blätter" sind Karten ohne eigenen Punktewert, die als Restkarten am Ende übrig bleiben.

→ Mehr im Kapitel Zählen & Rechnen.

Wie viele Karten hat das Spiel und wie wird gegeben?

Das Königrufen-Kartenpaket hat 54 Karten: 22 Tarock und 32 Farbkarten. Jeder der 4 Spieler erhält 12 Karten in zwei Runden zu je 6, dazu wird der Talon (6 Karten) in zwei Halbtalons zu je 3 Karten gelegt.

Bei den meisten Spielen kann der Spieler 3 Karten aus dem Talon aufnehmen und verlegt 3 Karten verdeckt.

→ Mehr in den Kapiteln Spielkarten und Talon & Verlegen.

Welche Zwangsregeln gelten beim Königrufen?

Es gelten drei Zwänge:

Farbzwang: Wer die ausgespielte Farbe hat, muss bedienen.
Tarockzwang: Wer keine Farbkarte hat, muss Tarock spielen.
Stichzwang: Nur bei Negativspielen (Bettler, Piccolo) – wer stechen kann, muss stechen.

→ Mehr im Kapitel Ausspielen & Stechen.

Muss man im Königrufen austarockieren?

Ja, es herrscht Tarockzwang – wer keine Farbkarte der ausgespielten Farbe hat, muss Tarock zugeben. Das gilt auch dann, wenn man dadurch keinen Stich gewinnt.

Eine Ausnahme bildet das Trischaken, wo „bunt gemischt" gespielt wird.

Wie läuft ein Rufer-Spiel ab?

Beim Rufer ruft der Spieler einen König (z.B. „Herz König"). Der Spieler, der diesen König im Blatt hat, wird automatisch zum Partner – oft erst während des Spiels erkennbar. Spielziel: gemeinsam 35 Punkte und 2 Blatt erreichen.

Liegt der gerufene König im Talon, spielt der Spieler allein gegen drei.

→ Mehr im Kapitel Der Rufer.

Was ist der Unterschied zwischen Königrufen und Zwanzigerrufen?

Beide sind Tarock-Varianten:

Königrufen: Es wird ein König gerufen. Oberösterreichische Standardvariante, seit 2024 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Zwanzigerrufen (XXer-Rufen): Es wird der Tarock XX gerufen.

Diese Anleitung beschreibt das Königrufen.

2. Karten & Begriffe

Welche Karten gibt es im Tarock?

Das Königrufen wird mit 54 Karten gespielt:

22 Tarock (Trümpfe, nummeriert von I bis XXI plus Gstieß)
32 Farbkarten in 4 Farben (Herz, Karo, Pik, Kreuz)

Jede Farbe hat König (5 Punkte), Dame (4), Reiter (3), Bube (2) und niedrige Skartins (Zahlenkarten) ohne Punktwert.

→ Komplette Übersicht im Kapitel Spielkarten.

Was ist die Trull?

Die Trull umfasst die drei wertvollsten Tarock:

Gstieß (höchster Trumpf)
Mond (Tarock XXI)
Pagat (Tarock I)

Jedes Trullstück zählt 5 Punkte – genauso viel wie ein König. Hat eine Spielpartei alle drei in ihren Stichen, gibt es die Trull-Prämie (1 Punkt still, 2 angesagt).

→ Mehr im Kapitel Prämien.

Was bedeutet Sküs/Gstieß, Mond (XXI) und Pagat (I)?

Diese drei sind die Trullstücke:

Gstieß (auch Sküs oder Excuse): Der höchste Trumpf im Spiel.
Mond (XXI): Der zweithöchste Tarock, ebenfalls Trullstück.
Pagat (I): Der niedrigste Tarock, aber ein Trullstück mit 5 Punkten. Im letzten Stich gespielt bringt er die Pagat-Ultimo-Prämie.

Was ist ein Talon?

Der Talon sind die 6 Karten, die nach dem Geben übrig bleiben. Sie werden in zwei Halbtalons zu je 3 Karten aufgedeckt. Der Spieler nimmt einen Halbtalon und verlegt 3 Karten verdeckt.

Bei Solospielen bleibt der Talon verdeckt und zählt zu den Stichen der Gegner. Regional auch „Tapp" oder „Stock" genannt.

→ Mehr im Kapitel Talon & Verlegen.

Was heißt Vogerl?

Vögel (auch „Vogerl") sind die vier niedrigsten Tarock (I bis IV) mit besonderen Prämien:

Pagat (letzter Stich): 1 / 2 Punkte
Uhu (vorletzter): 2 / 4
Kakadu (drittletzter): 3 / 6
Quapil (viertletzter): 4 / 8

Erste Zahl = still, zweite = angesagt. Bei Solospielen verdoppelt.

→ Mehr im Kapitel Prämien.

Was bedeutet Renonce und welche Strafen gibt es?

Renonce bedeutet ein Regelverstoß – etwa wenn jemand Farbzwang oder Tarockzwang nicht einhält.

Bei harten Verstößen muss der Renoncespieler unabhängig vom Spielausgang alle Ansagen (Spiel, Prämien, Kontras) an alle regulären Spieler bezahlen. Bei leichteren Fehlern kann oft korrigiert werden, ohne neu zu geben.

→ Mehr im Kapitel Renonce.

3. Lizitieren & Ansagen

Wie funktioniert Lizitieren im Königrufen?

Die Lizitation ist zweigeteilt: Erst wird das Spiel festgelegt, dann können Zusatzprämien angesagt werden.

Beginnend mit der Vorhand sagt jeder „Weiter" (passe) oder ein höheres Spiel. Mögliche Ansagen: Sechser-Dreier (nur Vorhand), Rufer, Dreier, Solorufer, Solodreier etc. Wer sich durchsetzt, eröffnet das Spiel mit „ich liege".

→ Mehr im Kapitel Lizitation.

Welche Spiele kann man lizitieren?

Die wichtigsten Spiele:

Rufer (Partner-Spiel, 1 Pkt)
Solorufer (Partner ohne Talon, 2 Pkt)
Besserrufer (mit angesagtem Vogel)
Dreier (allein, halber Talon, 4 Pkt)
Sechser-Dreier (allein, ganzer verdeckter Talon, nur Vorhand, 4 Pkt)
Solodreier (allein, ohne Talon, 8 Pkt)
Farben-Dreier/Solo
Negativspiele: Bettler, Piccolo, Trischaken

→ Komplette Übersicht im Kapitel Alle Spiele.

Wann sollte man passen und wann einsteigen?

Faustregeln:

Dreier: 12 Punkte (Tarock/Könige=1, Stecher=2)
Sechser-Dreier: 10 Punkte
Solodreier: 16 Punkte

Mit weniger lieber „Weiter" sagen oder auf einen Rufer/Trischaken zurückgehen. Ein Trullstück ist meistens Pflicht.

→ Mehr im Kapitel Taktik & Strategie.

Wie läuft das König rufen konkret ab?

Der Spieler ruft eine bestimmte Königsfarbe (z.B. „Herz König"). Der Inhaber wird automatisch Partner – ohne sich zu outen.

Liegt der gerufene König im Talon (er ist „tot"), spielt der Spieler allein gegen drei. In diesem Fall erhält er die Talonhälfte mit dem König.

→ Mehr im Kapitel Der Rufer.

Wann darf man Kontra geben?

Kontra ist nach „ich liege" möglich (nicht vor der Talonaufnahme). Ein Kontra verdoppelt den Wert, Re vervierfacht, Sub verachtfacht.

Bei Positivspielen gilt das Kontra für alle Partner, bei Negativspielen nur für den Kontrierenden. Voraussetzung: 6-7 Tarock mit 2 Stechern. Trischaken kann nicht kontriert werden.

→ Mehr im Kapitel Valat & Kontra.

Welche Hausregeln sind in Österreich am häufigsten?

Diese Anleitung folgt den oberösterreichischen Tarockregeln (Turnierstandard).

In privaten Runden gibt es Variationen:

• „Gstieß a Radl" (letzte Runde doppelt)
• Abweichende Punktewerte
• Zwiccolo als eigenes Spiel
• Kaiserstich-Regeln
• Unterschiedliche Behandlungen des Mondfangs

Klären Sie Hausregeln vor Spielbeginn (siehe Taroquette).

4. Punkte zählen & Abrechnung

Wie zählt man Kartenpunkte beim Tarock?

Es gibt verschiedene Zähler-Karten:

5er-Zähler: Könige, Gstieß, Mond, Pagat (5 Punkte)
4er-Zähler: Damen
3er-Zähler: Reiter
2er-Zähler: Buben
Blätter: Skartins und einfache Tarock (0 Punkte)

Gezählt wird in Dreierlagen: 3 Karten zusammenlegen, Werte addieren, 2 Punkte abziehen. Drei Blätter zusammen ergeben 1 Punkt.

→ Mehr im Kapitel Zählen & Rechnen.

Warum 35 Punkte und 2 Blatt?

Das gesamte Kartenpaket hat 70 Punkte. Die Hälfte plus eine kleine Schwelle ist die Gewinngrenze: 35 Punkte und 2 Blatt.

Hat die Spielpartei diese erreicht, ist das Spiel gewonnen. Die Gegner haben dann maximal 34 Punkte und 1 Blatt (Kontrollrechnung: zusammen 70).

→ Mehr im Kapitel Zählen & Rechnen.

Wie funktioniert die Dreierlagen-Zählung?

Stiche zusammenlegen, jeweils 3 Karten gruppieren:

1 Zähler + 2 Blätter: voller Zählerwert (Reiter+2 Tarock = 3 Pkt)
2 Zähler + Blatt: Werte addieren minus 1 (König+Dame+Tarock = 5+4-1 = 8 Pkt)
3 Zähler: Werte addieren minus 2
3 Blätter: 1 Punkt

→ Mehr im Kapitel Zählen & Rechnen.

Unterschied Kartenpunkte vs. Spielwert?

Kartenpunkte werden in den Stichen gesammelt (Ziel: 35 Punkte + 2 Blatt).

Spielwert ist der Punktewert für die Abrechnung: Rufer 1 Punkt, Dreier 4, Solodreier 8 etc. Plus Prämien (Vögel, Trull, alle Könige).

Bei Solospielen werden Prämien verdoppelt.

→ Mehr im Kapitel Zählen & Rechnen.

Was bedeutet blattgenau abrechnen?

Bei der blattgenauen Zählweise wird jede Karte einzeln gezählt: 2 Punkte Abzug pro Dreierlage und für jede Restkarte ein „Blatt" dazugerechnet.

Standard ist die einfachere Dreierlagen-Methode mit 1-Punkt-Abzug bei unvollständigen Lagen. Beide Methoden führen zu gleichen Ergebnissen.

Was heißt „doppelt verlieren"?

In mehreren Situationen wird doppelt bezahlt:

Verlorener Sechser-Dreier: Spiel doppelt (8 statt 4 Punkte)
Trischaken-Verlierer mit 35+ Punkten: doppelt (Bürgermeister-Regel)
Verlorener angesagter Valat: Spiel komplett verloren – auch bei 35 Punkten

→ Mehr im Kapitel Valat & Kontra.

Wie werden Gleichstände abgerechnet?

Bei 35:35 ist das Spiel verloren – die Spielpartei hat ihr Ziel von „mindestens 35 Punkte und 2 Blatt" nicht erreicht. Die Schwelle muss klar überschritten werden.

Beim Trischaken kann es Gleichstand geben – dann gehen die mittleren Spieler leer aus.

5. Prämien & Ultimo

Was bedeutet Pagat ultimo?

Pagat ultimo bedeutet, den Pagat (Tarock I) im allerletzten Stich zu spielen und damit den Stich zu gewinnen.

Das bringt 1 Punkt still oder 2 angesagt (bei Solo verdoppelt). Wird der Pagat überstochen oder zu früh gespielt, ist die Prämie verloren.

→ Mehr im Kapitel Prämien.

Darf der Pagat nur im letzten Stich gespielt werden?

Bei Negativspielen darf der Pagat nur als letztes Tarock gespielt werden.

Bei anderen Spielen darf er beliebig gespielt werden, aber für die Pagat-Ultimo-Prämie muss er den letzten Stich machen.

Ausnahme: der Kaiserstich – wenn Gstieß, Mond und Pagat in einem Stich fallen, sticht der Pagat den Mond. Mehr im Kapitel Ausspielen.

Was ist König ultimo?

König Ultimo ist eine Prämie der Ruferspiele: Der gerufene König wird im letzten Stich heimgespielt.

Wert: 1 Punkt still, 2 angesagt – bei Solorufer verdoppelt. Voraussetzung: König mindestens zu dritt, 3-4 Tarock mit Stecher beim Partner.

→ Mehr im Kapitel Prämien.

Was ist die Trull-Prämie?

Die Trull-Prämie wird gewonnen, wenn die Spielpartei am Ende alle drei Trull-Karten (Gstieß, Mond, Pagat) in den Stichen hat.

Wert: 1 Punkt still, 2 angesagt. Bei Solospielen verdoppelt. Bei Farbenspielen und Negativspielen gibt es keine Trull-Prämie.

→ Mehr im Kapitel Prämien.

Was sind stille vs. angesagte Prämien?

Stille Prämie: Wird im Spielverlauf erreicht, ohne sie vorher anzukündigen – zählt einfach.

Angesagte Prämie: Wird in der Lizitation explizit angekündigt – zählt doppelt, kann aber bei Verlust auch doppelt bestraft werden.

Tipp: Stille Vögel sind oft die sicherere Wahl für Anfänger. Mehr im Kapitel Prämien.

Was bedeutet Valat?

Valat (auch „Durch") bedeutet, dass eine Spielpartei alle 12 Stiche macht.

Stiller Valat: 4-fache des Spielwerts
Angesagter Valat: 8-fache des Spielwerts

Bei einem verlorenen angesagten Valat ist auch das Spiel verloren – ein Risiko, das man nur mit Traumblatt eingehen sollte.

→ Mehr im Kapitel Valat & Kontra.

6. Spielarten & Spezialspiele

Was ist Piccolo im Königrufen?

Piccolo ist ein Negativspiel: Der Spieler muss genau einen Stich machen – nicht mehr, nicht weniger. Wert: 2 Punkte. Es gilt Stichzwang.

Optimal sind eine zuverlässig stechende Karte (z.B. kurzer König oder Gstieß) plus viele Schlusskarten in den anderen Farben.

→ Mehr im Kapitel Negativspiele.

Was ist Bettler und wie unterscheidet er sich vom Piccolo?

Beim Bettler darf der Spieler keinen einzigen Stich machen (anders als beim Piccolo: genau 1 Stich). Wert: 2 Punkte.

Der Spieler darf nur einmal ausspielen und entschärft dabei seine gefährlichste Karte. Jede Farbe sollte mindestens zweimal besetzt sein.

→ Mehr im Kapitel Negativspiele.

Was ist Trischaken?

Trischaken (auch „Fahren") ist ein Vorhandspiel, wenn alle anderen „Weiter" gesagt haben. Jeder spielt für sich – Ziel ist möglichst wenige Punkte zu sammeln.

Der Verlierer mit den meisten Punkten zahlt 1 Punkt an alle. Bei mehr als 35 Punkten zahlt er doppelt (Bürgermeister-Regel).

→ Mehr im Kapitel Negativspiele.

Was bedeutet Dreier?

Der Dreier ist das klassische Alleinspiel: Ein Spieler kämpft gegen drei. Er bekommt 3 Karten aus dem Talon (offen) und verlegt 3.

Wert: 4 Punkte. Spielziel: 35 Punkte und 2 Blatt. Faustregel: 12 Punkte (Tarock=1, König=1, Stecher=2) – mit Trullstück.

→ Mehr im Kapitel Der Dreier.

Was ist ein Solo?

Solo-Spiele sind Spiele ohne Talon-Aufnahme – der Talon zählt zu den Stichen der Gegner.

Solorufer (mit Partner, 2 Pkt)
Solodreier (allein, 8 Pkt)
Farben-Solo (Stichkraft Tarock aufgehoben)

Bei Solospielen zählen alle Prämien doppelt.

Was sind Farbenspiele?

Farbenspiele sind besondere Alleinspiele: Die Stichkraft der Tarock gegenüber Farbkarten ist aufgehoben – Tarock stechen nur Tarock.

Es gilt weiterhin Farb- und Tarockzwang. Es gibt:

Farben-Dreier (3 Pkt mit Talon)
Farben-Solo (6 Pkt ohne Talon)

Nur „alle Könige" (doppelt) und Valat als Prämien möglich.

→ Mehr im Kapitel Farbenspiele.

7. Strategie & besser tarockieren

Woran erkenne ich, was ich spielen sollte?

Wesentliche Faktoren:

• Tarockanzahl, Tarockhöhe, Trullstücke
• Könige, lange Farbe
• Sitzposition, Lizitations-Verlauf

Faustregel: 6 Tarock + 2 Stecher = starker Spieler/Gegner. Mit Trullstück sind viele Spiele möglich.

Achten Sie auf die Lizitation – sie verrät einiges über die Verteilung. Mehr im Kapitel Taktik.

Wie plane ich das Spiel?

Jedes Spiel hat 3 Phasen:

Beginn (Stich 1-4): Spielhypothese aufstellen, Stecher rauslocken
Mittelteil (Stich 5-8): Tarock einsetzen, Schmiere unterbringen
Schluss (Stich 9-12): Vögel heimbringen, Pagat platzieren

Klären Sie früh: Habe ich einen Partner? Wer ist stark, wer schwach? Spiele ich offensiv oder defensiv?

→ Mehr im Kapitel Taktik.

Wann spiele ich Tarock hoch?

Faustregel „Nie unter X!" – als Alleinspieler bringen Sie zuerst mittlere Tarock (XII-XV).

Stecher heben Sie für die fetten Stiche auf. Von oben herunter schlägt man nur bei Valatchance oder geplantem hohem Vogel.

Den XIII spielen heißt „die Leut' narrisch machen" – ideal um hohe Tarock zu locken.

→ Mehr im Kapitel Taktik.

Wie verteidige ich gegen einen Rufer?

Versuchen Sie früh den Partner zu erkennen:

• Schmiert er mir?
• Spielt er meine Farbe zurück?

Ihr Partner schmiert in Ihren Stich, gibt Ihnen niedere Tarock vor. Spielen Sie dem Gegner nicht in seine Farbe!

Die Gegner versuchen, den Spieler „in die Mitte zu nehmen" – Entscheidungsstress. Mehr im Kapitel Taktik.

Wie merke ich mir gefallene Tarock?

Zählen Sie laufend die 22 Tarock mit (Solospiele: 1-2 im Talon abziehen). Merken Sie sich besonders:

Trullstücke (Gstieß, Mond, Pagat)
Stecher (XVI-XX)
Vögel (Pagat, Uhu, Kakadu, Quapil)

Ein stiller Gegen-Vogel kann teuer werden! Wer den „Hausmeister" (höchstes ungespieltes Tarock) hat, dominiert.

→ Mehr im Kapitel Taktik.

Welche Anfängerfehler sind häufig?

Die häufigsten Fehler:

• Tarock nicht mitzählen
• Vogelgier (Vögel zu lange halten)
• Eigene Gabeln öffnen
• Talon-Tarock im Negativspiel vergessen
• Zu früh schmieren
• Sich nicht trauen zu kontrieren

Tipp: Tarock ist nie persönlich – ein Kontra belebt das Spiel!

→ Mehr im Kapitel Taktik.

8. Online spielen

Wo kann ich Königrufen online spielen?

Es gibt verschiedene Online-Plattformen für Tarock und Königrufen, sowohl im Browser als auch als App.

Eine ausführliche Übersicht ist in Vorbereitung. Schauen Sie auf der Seite Online spielen bald wieder vorbei!

Wie starte ich ein Spiel online?

Üblicherweise:

1. Auf der Plattform registrieren
2. Offenen Tisch suchen oder neuen eröffnen
3. Spielregeln wählen (z.B. oberösterreichische Regeln)
4. Auf Mitspieler warten

Das eigentliche Spiel folgt der bekannten Mechanik: Lizitation, Talon, Stiche, Abrechnung.

Welche Installationsprobleme sind häufig?

Bei Desktop-Apps häufig:

• Fehlende Admin-Rechte bei Installation
• Veraltete .NET- oder Java-Runtimes
• Firewall blockiert Verbindung
• Antivirus-Software meldet Fehlalarm

Bei macOS muss die App eventuell in den Sicherheitseinstellungen freigegeben werden. Bei Browser-Versionen: Cookies/JavaScript aktivieren, ggf. Cache leeren.

Kann ich offline gegen Computer spielen?

Ja, viele Tarock-Anwendungen bieten einen Offline-Modus mit KI-Gegnern – ideal zum Üben.

Manche benötigen einmaliges Online-Login zur Aktivierung, danach läuft das Spiel offline. Lesen Sie die jeweilige Dokumentation der Plattform.

9. Mitspieler & Kurse

Wo finde ich Tarockrunden in meiner Stadt?

Tarockrunden gibt es in vielen österreichischen Städten – besonders in Wien, Graz, Linz und Salzburg.

Tipps zur Suche:

• In lokalen Wirtshäusern nach Aushängen schauen
• In Kulturvereinen oder Tarock-Akademien nachfragen
• Online-Foren und Facebook-Gruppen vermitteln Mitspieler

Gibt es Kurse oder Vereine zum Lernen?

Ja, in Österreich gibt es Tarock-Akademien und Vereine, die Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten.

Auch Volkshochschulen und Erwachsenenbildungsinstitute haben gelegentlich Tarock-Kurse im Programm.

Recherchieren Sie regional nach „Tarock-Akademie" oder „Königrufen Verein".